11.05.2017 9:07

Mentale Stärke, Nahrungsergänzung & Co.

„Der Umgang mit Niederlagen gehört genauso zum Sport wie das Feiern des glücklichen Augenblicks.“ Sechzehn Jahre Langdistanzen. Was einen Ultra-Radsportler ausmacht und wie man nach einem Umfall wieder auf die Beine kommt. Utra-Radler Thomas Jaklitsch im Interview.


Willkommen zurück! Nach dem ersten Glocknerman 2001 und der letzten Teilnahme 2012 gehst du heuer zum 4ten Mal an den Start. Was ist dein Ziel für 2017?

Thomas: Festzustellen, dass ich die Unfälle 2016 gut verarbeitet habe und es noch immer Spaß macht, um zwei Uhr früh Berge rauf- und runter zu radeln. Konkret die Strecke maximal in zwei Tagen und Nächten zu absolvieren und mit meinem Team im Ziel auf ein tolles Rennen zurückzublicken!

Seit über sechzehn Jahre nimmst du an Ultraradmarathons teil. Was fasziniert dich an Langdistanzen?

Thomas: Grenzen zu erfahren, zu überschreiten, zu erweitern – und das immer wieder aufs Neue. Langstreckenradrennen sind für mich seit meinem ersten Antreten beim Glocknerman 2001 eine wunderbare Metapher für das Leben. Sie dauern fast unvorstellbar lange - teilweise tausend oder mehrere tausend Kilometer und es ist fast unmöglich, vom Start weg einen Blick auf das Ziel zu erhaschen. Durch bestimmte Ereignisse lernen wir bei besonderen Momenten innezuhalten und uns wieder neu im Leben auszurichten. Bei Langstreckenevents passiert das bei den Zeitstationen. Sie dienen als Zwischenziele und dazu, dass man seinen Fokus aufgrund der langen Gesamtstrecke nicht verliert. Durch das Denken von Zeitstation zu Zeitstation schafft man es, die Zuversicht der Zielerreichung zu bewahren. Kein Stillstand der Stoppuhr vom Start bis zum erhofften Ziel. Nonstop, komme was wolle - Tag und Nacht.

„Den Fokus nicht verlieren“, ist deiner Meinung besonders wichtig. Was zeichnet deiner Meinung nach ein Ultra-Radsportler aus?

Thomas: Das sind Menschen, die sich nicht um die Basis ihres Status quo kümmern, sondern sich lieber mit der Frage beschäftigen, was kann und möchte ich gerne in meinem Leben erreichen? Langstreckenradrennen dauern lang - gefühlt ewig. Um zu bestehen, braucht man Ausdauer, Disziplin und Motivation bis in die kleinste Zelle und einen liebevollen Umgang mit sich selbst. Aber sicherlich auch Menschen, die einen positiv fördern und fordern. Der Umgang mit Niederlagen und dem Scheitern gehört genauso zum Portfolio wie das Feiern des glücklichen Augenblicks.

Du hast gerade den Umgang mit Niederlagen angesprochen. 2016 war ja nicht dein Jahr. Zwei Unfälle in relativ kurzen Abständen haben bestimmt ihre Spuren hinterlassen. Wie bringst du dich wieder in Form?

Thomas: Mental, indem ich eine Woche und 35 Minuten nach einem frontalen LKW-Unfall bereits am Start des Race Around Austria war. Aber körperlich waren die Spuren zu groß. Das wichtigste war nach ausreichender Pause, die ich auch mit „Nerven“-Vitaminen wie „B-Complex“ von Pure Encapsulations® unterstützt habe, so rasch wie möglich einfach wieder in Bewegung zu kommen. Eigentlich ein klassisches Prinzip: Training, Pause zur Erholung und Superkompensation. Gerade nach solchen Erfahrungen benötigen Körper und Geist Nahrung. Darum supplementiere ich auch das Hochwertigste am Markt, angefangen von „B-Complex“ (https://www.purecaps.net/de/produkte/b-complex-BCE6A) bis hin zu „Essential Aminos“ (https://www.purecaps.net/de/produkte/essential-aminos-EA21A) von Pure Encapsulations®.  

Pure Encapsulations® begleitet dich ja bereits seit einigen Jahren. Wie wichtig sind deiner Meinung nach Nahrungsergänzungsmittel im Sport & worauf sollte man bei der Unterstützung von innen achten?  

Thomas: Mehr ist nicht immer besser! Es ist wichtiger, im Vorfeld die richtigen Mineralstoffe und Vitamine zu ergänzen. Während des Bewerbs ist ein Übermaß eher belastend als hilfreich für das System. Ich finde es sehr wichtig, im Vorhinein mit einer orthomolekularen Untersuchung den Nährstoffbedarf zu ermitteln, um dann zielgerichtet zu ergänzen. Wem dieser Aufwand zu hoch ist, der liegt mit „All-in-one“ oder „Sport“ von Pure Encapsulations® sicher grundlegend richtig! Während des Wettkampfs verwende ich „BCAA“ oder auch pflanzliche Extrakte wie „Eleuthero“ von Pure Encapsulations®. Wie immer gebe ich hier der dopinggeprüften Reinsubstanz den Vorrang.

Pure Encapsulations® ist dieses Jahr auch Partner des Glocknerman SPRINT – der Bewerb für den Einstieg in den Ultraradsport. Welche Tipps kannst du Einsteigern mit auf den Weg geben?

Thomas: Obwohl es Sprint heißt, ist es lange genug, um ausreichend Fehler oder, besser gesagt, Erfahrungen für die Zukunft zu machen. Trotz der kurzen Distanz sollte man nicht zu schnell starten. Die ersten vier bis sechs Stunden mit eher niederen Wattwerten und Pulshöhen an den Wettkampf gewöhnen. Erst wenn der „steady state“ halbwegs erreicht ist, mehr draufdrücken. Eine Herausforderung verzeiht die Distanz vielleicht. Eine zweite im Blick auf das Ergebnis nicht.

 

Thomas Jaklitsch – Extremradsportler, Keynote-Speaker und Buchautor. Der langjährige Begleiter und Mentalcoach des Race Across America-Gewinners Christoph Strasser absolviert dieses Jahr die Ultra-Strecke des Glocknerman. Wenn er nicht bei Langstreckenradevents antritt, hilft er Menschen dabei, ihre Lebensträume zu erfüllen.

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